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Schätze Stuttgarts: Café Da

Ich habe ja vor einiger Zeit die Themenreihe “Schätze Stuttgarts” durch mehr oder weniger Zufall gestartet und dann gemerkt, hui das macht ja richtig Spaß neue Locations zu entdecken und auch bisschen Hintergrundwissen über die einzelnen Bars und Cafés zu erfahren. Nach kurzer Recherche im Netz habe ich wieder ein neues Café in Stuttgart entdeckt, ein kurzer Chat über Facebook und noch am selben Tag durfte ich vorbeischauen – darf ich vorstellen: Café Da!

Um 15:30 Uhr bin ich am vergangenen Freitag im Café Da angekommen und wurde sehr freundlich von der Betreiberin Daniela begrüßt. Daniela ist eine junge aufgeschlossene Frau und hat BWL studiert und viel Erfahrung im Bereich PR und Marketing. Sie meinte auch, dass die Gastronomie für sie “ein spannender neuer Bereich” in ihrem Leben ist und sie sich auf die kommende Zeit freut. Bevor wir aber nun ins Detail gehen, möchte ich euch die wichtigsten Eckdaten über Café Da verraten.


Wo?

Brennerstraße 29, Stuttgart

Wann?

Dienstag – Freitag: 09-18 Uhr
Samstags: 09-17 Uhr
Sonntags & Feiertags geschlossen.

Homepage

www.cafeda.de


Das Café Da hat seine Pforten am 17.10.2015 mit einem Benefizkonzert für Caleidoskop geöffnet und bietet aktuell als einziges Lokal, unter anderem, RAW-Veganes Essen an. Was heißt denn bitte RAW-Vegan? Anhänger der Raw-Food-Bewegung ernähren sich nicht nur vegan – also ohne tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Milch und Eier – sondern sie verzichten auch auf das Kochen der Nahrung. Dazu aber später mehr, wenn ich von meiner Verkostung (das war eine ganze Menge und ich bin total satt nach Hause gegangen) berichte. Gerade um den Stuttgarter Raum gibt es hunderte Cafés und wenn man heutzutage überleben will, muss man auch ein ausgefallenes Konzept verfolgen, da waren Daniela und ich uns einig. Das Lokal war am Freitagabend relativ ruhig, sodass wir uns in Ruhe über alles unterhalten konnten und mir ist in den ersten Minuten aufgefallen, dass sie sehr viel Herzblut und Leidenschaft in ihren Laden steckt: “Ich würde meinen Kunden nie etwas anbieten, was mir selber nicht schmeckt” sagt sie völlig selbstbewusst und das ist auch das Programm von “Café Da”. Frisch, ausgefallen, anders – aber immer lecker! Kommen wir aber nun zum Verkostungsbericht! Ich werde fließend einfach drauf losschreiben, was mir Daniela angeboten hat und stelle die Bilder gleich mit rein. Dann können wir uns kulinarisch durch den Beitrag hangeln und ich bin mir sehr sicher, dass ihr danach riesigen Appetit haben werdet *zwinker*

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Angefangen haben wir klassisch mit einem Kaffee. Der Kaffee “bonanza” wird in Berlin geröstet und Daniela hat zwei Sorten davon im Programm: “Seka Forest, Ethiopia” aus Äthiopien und als Espresso “Espresso Blend” aus Irmas Pereira, Brasilien und Seka Forest, Äthiopien. Ich habe den Kaffee probiert und es war geschmacklich einfach nur erste Sahne. So ein voller, nicht bitterer und aromatischer Kaffee, den man leider nur zu selten trinkt. Für mich die erste Überraschung und es sollten noch weitere Folgen. Gleich zum Kaffee hatte ich meine erste Berührung mit raw veganem Essen, dem raw vegan cake!

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Unten Kakaomasse, in der Mitte Himbeermousse und oben drauf Cashew-Creme mit Kokosnussöl und Kokosnuss-Cream. Mein erster Gedanke, als ich raw vegan gehört habe, war “Oh Gott, wieder dieser Lifestyle vegan scheiß, mit dem die Gesellschaft in letzter Zeit mitschwimmt!” und dann die erste Portion im Mund “Woooooow!”. Meine Vorurteile haben sich innerhalb von wenigen Millisekunden in Luft aufgelöst und es war ein Geschmacksorgasmus von Süßspeise. Die schön süße Kakaomasse mit der fruchtigen Mousse und zum Finale die Cashew-Kokosnuss Mischung und fertig ist die vegane Sensation. Nach diesem Cake ging es mit meinem persönlichen Highlight weiter – die vegane orientalische Kürbisquiche. Wie oben schon erwähnt bin ich kein Fan vom veganen Trend, aber diese Quiche hat es einfach faustdick hinter den Ohren. Sehr feiner orientalische Gewürze, unter anderem mit bisschen Kümmel, dann der cremige Kürbis und die schön saftige Konstistenz machen den “Kuchen” für mich zum Sieger meiner Verkostung. Falls ihr je im “Café Da” vorbeischaut, vergesst ja nicht diese Quiche zu bestellen – sonst entgeht euch ein kulinarischer Gaumenschmaus!

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Für den Vesper-Typ bietet Daniela auch Brot mit verschiedenen Leckereien an. Unten auf dem Bild sehen wir die, für mich speziell vorbereitete, Probiergrößen von Veggie-Mandel (oben) und Thunfisch-Sellerie (unten). Im regulären Verkauf gibt es zwei Brotscheiben mit Salatscheiben und die jeweilige Portion ist natürlich größer (das sollte ich unbedingt dazu schreiben meinte Daniela). Perfekt für den kleinen Hunger zwischendurch, wenn man nichts essen möchte, was den Magen unnötig belastet. Gut geschmeckt hat mir beides!

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Während unseres Gesprächs hat Daniela immer wieder hinten im Backofen gewerkelt und ich habe mich schon gefragt, was sie da schönes vorbereitet. Nachdem sie die beiden Bleche herausgeholt hat, habe ich es a) gesehen und vor allem b) gerochen! Müsli, selbstgemachtes Müsli! Herrlich. Sie kam dann mit dem Blech zu mir und das musste auf einem Foto festgehalten werden. In der Basisversion gibt es verschiedene Haferflocken mit Cranberries und auf Wunsch kann man den Müsli mit weiteren Früchten erweitern. Ich habe ein kleines Päckchen zum Probieren mitbekommen und ich kann nur so viel sagen, dass es das beste Müsli war, welches ich je essen durfte / konnte. Das werde ich öfter mal mitnehmen, wenn ich das Café besuche.

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Auf so viel zu essen folgt: Noch mehr zu essen! Es geht weiter mit einem Banana Bread (vegan, gibt es auch glutenfrei). Auch das Bananenbrot war sehr lecker und hat aromatisch nach Bananen geschmeckt. Gebacken wird es mit Mehl und Sojamilch. Erst hatte ich erwartet, dass es relativ fad schmecken müsste, aber nach dem ersten Bissen haben sich meine Sorgen in Luft aufgelöst. Dazu ein Kaffee und schon kann das Dessertvergnüngen losgehen.

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An dieser Stelle möchte ich die Kuchentheke vorstellen, die linksseitig an der Bar platziert ist. Ich habe mit Rücksicht auf meinen Körper nicht alle Sorten durchprobiert, nehme mir aber vor alles irgendwann zu verkosten – es sieht alles einfach super lecker aus, da kann man nicht anders.

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Am Schluss hat sie mir noch einen Tee angeboten und das ist neben dem RAW vegan auch das zweite Markenzeichen von “Café Da”. Ich habe mich für den Genmaicha + Matcha mit geröstetem Reis entschieden. Zugegeben, der Tee riecht im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, ist aber für mich geschmacklich absolutes Neuland. Ich trinke in der Regel eher keinen grünen Tee, aber die Verkostung hat mich definitiv umgestimmt. Ich habe noch nie so einen außergewöhnlichen grünen Tee mit einem Reisaroma getrunken – sollte man bei der Qualität öfter machen! Außerdem kann man sich die Teeservices (siehe Bild unten) auch für zu Hause kaufen und seinen Tee daraus genießen.

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Nun das war es von meinem Besuch des “Café Da” und ich hoffe, dass ich einigen von Euch “Lust auf mehr” gemacht hab. Falls ja, dann macht Euch doch auf den Weg zu Daniela und genießt ihre Freundlichkeit und natürlich die Köstlichkeiten und Getränke, die sie anbietet. Ich möchte an dieser Stelle einen riesen Dank an die Daniela aussprechen, weil sie sich fürsorglich um mich gekümmert hat. Ich habe meine Meinung völlig subjektiv nach meinem Geschmack gebildet und bitte das zu berücksichtigen. Zum Schluss habe ich noch eine kleine Galerie an Bildern, die ich nicht mehr im Artikel unterbringen konnte. Viel Spaß beim Durchklicken 🙂

Von simplify

Geboren und aufgewachsen in Ludwigsburg. Diplom im Fahrzeug- und Motorentechnik. Leidenschaftlicher Multimedia-Liebhaber. Gaming, Filme, Serien, Sport, Modellhubschrauber, Musik zählen zu meinen Top-Hobbies! Verrückt und ausgefallen bin ich auch noch :)

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