Paranormal Activity – The Marked Ones – Kritik

Review Overview

Bewertung

Für den gemütlichen DVD-Abend mit den Freunden empfehle ich viel Popcorn oder Nachos, dazu ordentliches Bier. Als Filmauswahl “Paranormal Activity – The Marked Ones” zu wählen, kann eine gute Idee sein, aber ob sie auch unterhaltsam ausfällt müsst ihr selber rausfinden.

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Im Spin-Off der populären Paranormal-Activity Reihe filmen Latinos in Oxnard, Kalifornien, wie ein Dämon von einem von ihnen Besitz ergreift und wütet. Nach drei sehr erfolgreichen Teilen der Low-Budget Produktion wurde dem Film im vierten Teil schon deutlich der Wind aus den Segeln gerissen und warum auch diese kleine Auszeit der alljährlichen Neufolge mit dem Zusatz „The Marked Ones“ keine großen Lobeshymnen bei den Fans auslösen dürfte, klären wir in dieser Kritik.

Auffallend in dieser Verfilmung dürfte der Fokus auf die Latino-Gemeinde in einem urbanen Zentrum in der Nähe von Los Angeles sein. Zudem darf die Handcam in diesem Teil, im Vergleich zu den eher stehenden Bildern der vergangenen Filme, auch mal spazieren gehen und erzählt dabei eine Geschichte, die von stimmungsvollen Schrecksekunden und unerwartet viel Humor begleitet wird. Die erste Frage, die sich bei einem Spin-Off natürlich stellt, ist die Nähe zum Originalstoff. Wie viel „Paranormal Activity“ steckt also hier drin? Die Antwort ist leider nur zum Teil befriedigend: Anfangs spärlich, am Ende umso mehr. Die beiden Kumpel Jesse und Hector filmen in ihrer Nachbarschaft drauf los, was zu den typisch verwackelten Aufnahmen führt. Etwas über die Hälfte des Films muss sich der Zuschauer mit dem pubertären Unsinn der beiden Jungs in Geduld üben bis durch einen Vorfall im Film das Unheimlich Einzug hält. Natürlich muss dieser seltsame Vorfall untersucht werden und so schnüffeln die beiden ebenso neugierigen und voyeuristischen Freunde – „Das Fenster zum Hof“ lässt grüßen (ein wahrer Hitchkock-Klassiker).

Ich wollte dem Film bis zu Minute 60 eine Ein-Stern-Bewertung abgeben, aber das letzte Drittel konnte die Wertung ein wenig nach oben korrigieren. Die Aktionen wirken im Film teils sehr vorausschaubar und der eingebaute Humor passt in meinen Augen nicht in diese Reihe. Das größte Manko in meinen Augen ist jedoch die nimmer endende Anlaufphase des Films. Zuschauer, die in einen solchen Horrorfilm gehen, möchten unterhalten werden und da dieses Genre nicht durch Storytelling glänzt und es auch nicht unbedingt braucht, sollte der Kinobesucher respektive BluRay-Gucker wenigstens schnell zum Kernelement des Films gebracht werden. In der ersten Stunde wusste ich nicht, ob ich lachen oder mich hinter meinen Armen verstecken sollte. Der Mix aus Horror und dem verkrampften Versuch „lustig“ zu wirken, nullen die Seriosität des Paranormal-Acivity Flairs. Für den gemütlichen DVD-Abend mit den Freunden empfehle ich viel Popcorn oder Nachos, dazu ordentliches Bier. Als Filmauswahl „Paranormal Activity – The Marked Ones“ zu wählen, kann eine gute Idee sein, aber ob sie auch unterhaltsam ausfällt müsst ihr selber rausfinden.

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