MSI RX480 GamingX 8GB – Erfahrungsbericht

Vorwort

Nach meinen letzten beiden RX480 Tests hat mich die MSI GamingX als weiterer Vertreter sehr gereizt – einmal wegen dem Design und natürlich auch das schöne Kühlkonzept der Twin Frozr VI mit seinen 10cm Lüftern.

Folgende Specs habe ich direkt von der MSI-Seite entnommen:

  • Twin Frozr VI mit 10 cm Torx-Lüfter und Zero Frozr-Technologie
  • MSI Gaming App mit intuitivem Quick-Setting und LED-Steuerung
  • 1316 MHz GPU-Takt/ 8100 MHz Speichertakt (OC Mode)
  • 1303 MHz GPU-Takt / 8000 MHz Speichertakt (Gaming Mode)
  • 1266 MHz GPU-Takt / 8000 MHz Speichertakt (Silent Mode)
  • 8192 MB GDDR5 Speicher, 256 Bit
  • Monitorausgang über 2x HDMI, 2x DisplayPort, 1x DL-DVI-D
  • 1x 8-Pin Power-Anschluss
  • Unterstützt DirectX 12 und Open GL 4.5
  • Unterstützt Crossfire-, Eyefinity-, HDCP-, FreeSync™, Adaptive Vertical Sync

Im Folgenden möchte ich auf ein paar der oben genannten Punkte eingehen und versuchen meine persönliche Einschätzung nach 2 Wochen Testlaufzeit zu beschreiben. Auch in diesem Artikel habe ich mich grob an das Layout der beiden vorangegangenen Kurztests gehalten, damit man einen leichteren Vergleich ziehen kann.

Lieferumfang

Bei der OVP fällt vor allem die Oberflächentextur des Kartons auf, die an diversen Stellen aufgeraut wurde und wirklich schön in der Hand liegt. Groß auf der Front ist der Protagonist in Form der GPU mit seinen zwei großen Lüftern abgebildet und gibt einen kleinen Vorgeschmack darauf, was sich in der Verpackung befindet, aber eins nach dem anderen.

Nach dem Auspacken bekommen wir einen weiteren schwarzen Karton in die Hand, worin sich unter anderem ein kleiner dickwandiger Umschlag befindet. In diesem Umschlag befinden sich die Schnellanleitung und die Software-CD – eine sehr nette Idee hier von MSI, das so schön zu verpacken.

Optik

Das auffälligste Merkmal an der MSI GamingX dürften die beiden „riesigen“ Lüfter sein. Sie messen sagenhafte 10cm im Durchmesser und versprechen eine angenehme und leise Kühlung. Ansonsten ist das Design bezüglich der Farben relativ ähnlich der Red Devil von PowerColor mit Rot & Schwarz gehalten.

Auf der Rückseite befindet sich zudem eine Backplate mit Lufteinlässen und einem MSI typischen Drachenlogo.

Außerdem ist vielleicht der Vergleich zur Red Devil von der Länge ganz interessant. Stellt man die beiden Karten nebeneinander, sieht man, dass die Red Devil nochmal ein ganzes Stück (ca. 3,2 cm) länger ist als der Konkurrent aus dem Hause MSI. Dafür ist die MSI etwas breiter aufgebaut und misst ca. 1cm mehr in der Breite.

Anschlüsse

Als Anschlüsse an der Front haben wir 2x DP, 2x HDMI und 1x DVI.

Sehr schön finde ich den optimal platzierten Anschluss der 8-Pin Strombuchse am entferntesten Punkt an der GPU. Hängt die Karte später im Mainboard und man besitzt ein seitliches Fenster im Gehäuse, kann man das Stromkabel ganz rechts verlegen und hat somit zumindest die Chance, dass es durch das Fenster unsichtbar bleibt.

Leistung,  OC & UV und Temperaturen

Der Basistakt beträgt 1303 Mhz und läuft bei 1131 mV. Ich habe mich beim Benchmark auf den Fire Strike bei FullHD ohne Physik Test geeinigt und die Karte in verschiedenen Settings durchlaufen lassen. Die gesamten Einstellung wurden über den MSI Afterburner händisch eingegeben. Der Lüfter wurde sicherheitshalber manuell auf 100% eingestellt. Der Memory Clock wurde auf 2250 MHz angehoben, was dem Maximum bei Afterburner entspricht – somit läuft der Speicher bei 9000 MHz. Ich möchte das Ganze in einer Tabelle zusammenfassen und ein paar Zeilen dazu schreiben.

Im ersten Schritt habe ich probiert die Karte soweit wie möglich zu undervolten. Die spannende Grenze beträgt hier, falls man die 1300 MHz nicht unterschreiten möchte ca. 1000 mV. Man muss aber dazu sagen, dass die 1000 mV leider in der Praxis (z.B. Spiele) auch häufiger zu Aussetzern geführt hat, aus diesem Grund empfinde ich persönlich die untere Schmerzgrenze bei 1050 mV bei 1300 MHz Takt. Die GPU hat hier einen Power Peak bei ca. 191 W, im Durchschnitt lagen wir hier bei ca. 187 W bei Volllast. Unter diesen Umständen erreicht die MSI einen combined Score von 4715 Punkten.

Nehmen wir nun das andere extreme Szenario beim OC. Hier habe ich mich langsam an die obere Grenze rangetastet und zwischen 1350-1400 MHz alles probiert. Ab 1370 MHz habe ich im Afterburner die gesamten Regler  bei Power nach rechts geschoben, heißt in der Praxis: Core Voltage +96 mV und Power Limit +50.

Die MSI ist letztlich im Fire Strike Test erst ab der sagenhaften 1400 MHz Marke häufiger ausgestiegen. Hier erreicht sie im Combined Test einen Wert von 4938 Punkten und liegt im Vergleich zum Undervolting-Ergebnis ca. 5% darüber. Jedoch muss man sich hier im Klaren sein, dass sich die Karte im Vergleich ca. 30W mehr im Peak genehmigt. Hier muss jeder selbst wissen, ob ihm ca. 5% mehr Punkteleistung (ca. 4 FPS ingame) die 30W Mehreinsatz Wert sind – die Karte könnte es aber durchaus!

Natürlich sind die Temperaturen auch ein sehr wichtiger Faktor bei der MSI, wirbt sie doch mit einem sehr markanten und potenten Kühlungskonzept. Im Idle haben wir Temperaturen um die 56°C im ZeroFan-Modus, stellen wir im Afterburner die Mindestgeschwindigkeit auf 25%, kommen wir auf eine Idle Temperatur von ca. 36°C. Die Temperaturen in Spielen bewegen sich im Schnitt bei ca. 73-75°C mit angepasster Lüfterkurve auf maximal 1650 rpm.

Lautstärke

Auch in diesem Abschnitt möchte ich euch ein kurzes Video zur Veranschaulichung vorstellen und schreibe darunter meine Empfindungen im Alltagsbetrieb.

Eins kann man im Voraus ganz sicher behaupten: Die MSI ist eine verdammt leise Karte und kühlt die Karte unter Last außerordentlich gut runter.  Die Lüfter sind bis ca. 1650 rpm praktisch nicht hörbar und entfalten ab ca. 1700 rpm ein wahrnehmbares Lüfterrauschen. Unter Last dreht sie aber eher in Bereichen um 1500-1600 rpm und ist kaum wahrzunehmen.

 

Fazit

Mit der RX480 GamingX ist MSI in meinen Augen ein sehr guter Wurf gelungen. Die Karte ist ein wahres Allround-Talent und bietet ein gutes Gesamtpaket. Die OC und UV Werte sowie das bewährte Kühlkonzept mit dem TwinFrozr machen die GamingX sicher zu einer der interessantesten Vertreter der 480er Reihe. Wenn man bedenkt, dass die Karte teilweise in Angeboten schon für ca. 230€ zu haben war, kann man wahrlich von einem P/L-Kracher sprechen. Die Karte bietet Leistung en masse für FullHD und sogar in 4K mit angepassten Reglern macht sie durchaus sehr viel Spaß im Alltag. Natürlich sind wir hier in einer Liga weit entfernt von den 1080er GTX Karten dieser Welt, aber dafür zahlen wir ja auch ca. 330€ weniger – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Schön ist aber und da braucht sich die MSI RX480 GamingX auch gar nicht zu verstecken: Sie macht insgesamt einfach sehr viel Spaß und liefert gute Leistungen!

Siehe auch

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