Miele S8340 EcoLine Staubsauger im Test

Vorworte

Wir leben heute im Jahr 2016 und die Technik hat natürlich auch keinen Halt gemacht, so gibt es mittlerweile unzählige Staubsaugermodelle auf dem Markt. In letzter Zeit hat man immer öfter von den Staubsaugerrobotern gehört – einen Trend, den ich persönlich nicht nachvollziehen kann. Die Suche nach dem richtigen Modell gestaltet sich schwierig, denn durch das große Angebot ist es für einen Endverbraucher nicht leicht sich durch den Staubsauger-Dschungel zu orientieren. Ich selber war sehr lange unzufrieden mit meinem Staubsauger und das war auch der Hauptgrund, warum ich mich nach einem neuen Modell umgeschaut habe. Im Test möchte ich Euch kurz und knackig beschreiben, warum und von welchem Modell ich umgestiegen bin, nach welchen Kriterien ich gesucht habe und warum die Entscheidung letztlich auf den Miele S8340 gefallen ist. Solltet ihr am Ende irgendwelche Fragen haben, dann kontaktiert mich bitte – ich stehe für jede Frage zur Seite 🙂

Der Staubsauger kann z.B. über Amazon für ca. 170€ bestellt werden:

Miele S8340 EcoLine bei Amazon

Vorgängermodell

Mein Vorgängermodell sollte damals beim Kauf eins erfüllen: Saugen und kostengünstig sein. Deshalb fiel die Wahl auf den Bomann BS 9012 CB.

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Dieser Staubsauger hat mich ca. ein Jahr begleitet, aber richtig warm bin ich mit ihm aus folgenden Gründen nie geworden:

  • Teleskopstab zu kurz (ich bin 1,88m groß)
  • extrem laut
  • säubern des Filters ist eine große Schweinerei
  • Saugleistung
  • Kabellänge

Das waren für mich Gründe genug, um nach einer besseren Option für die Zukunft zu schauen und ich sollte fündig werden.

Die Entscheidung: Miele S8340 EcoLine

Nach einer Entscheidungsphase von ca. 2 Monaten habe ich durch Zufall einen Deal beim MediaMarkt entdeckt. Der Staubsauger wurde für schlappe 149€ angeboten (der Vergleichspreis online lag damals bei ca. 189€). Als Entscheidungskriterien kann man sich an den oben genannten, negativen Stichworten des Vorgängers orientieren. Nur halt diesmal im positiven Sinne. All diese Punkte haben auf den S8340 zugetroffen und so habe ich ihn mitgenommen und stelle euch den Staubsauger in einem kurzen Test vor. Keine Sorge, ich habe den Test mit vielen Bildern leserfreundlich gestaltet!

Lieferumfang & Fakten

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Nach dem Auspacken hat man fünf Einzelkomponenten, bestehendaus (siehe Bild oben, l.n.r.): Der Staubsauger, Saugrohr, Handgriff, Bodendüse und der Teleskopstab. Die Komponenten sind sehr wertig und können alle sehr einfach zusammen montiert werden.

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Widmen wir uns am Anfang direkt dem Staubsauger. Hier sieht man die klassischen Bedienelemente wie den Ein-Aus-Schalter, die Leistungsregulierung und den Einrollmechanismus für das Kabel. Außerdem auf dem Bild zu sehen, die Plus-Minus-Leistungsteuerung in sechs unterschiedlichen Stufen. Die wichtigsten Fakten des Staubsaugers kurz zusammengefasst:

  • komfortabler automatischer Einrollmechanismus für das Kabel mit einem Druck
  • großer Aktionsradius von 11m (Kabellänge 7,5m inkl. voll ausgefahrener Teleskopstab = 11m)
  • 3-teiliges Zubehör direkt im Staubsauger (Polsterdüse, Fugendüse und Saugpinsel)
  • Staubsaugerbeutel original Miele: GN HyClean

Gehen wir weiter zum Handgriff. Hier hat man eine Möglichkeit einen Schieber zu bedienen, um die Saugleistung zu reduzieren. Diese Funktion erscheint im ersten Moment eher unnötig, beweist es aber auf komplizierten Oberflächen wie kleinen und großen Teppichen seine Daseinsberechtigung. Möchte man den Teppich mit einer höheren Saugleistung saugen, kann man den Schieber so weit nach oben schieben, bis ein Festsaugen verhindert wird. So hat man immer die maximal nötige Saugleistung an der Bodendüse.

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Widmen wir uns jetzt einem sehr wichtigen Mitspieler zu, dem Teleskopstab. Der Teleskopstab hat eine Grundlänge von ca. 55cm und kann in einzelnen Schritten um ca. 44cm auf eine Gesamtlänge von ca. 100cm verlängert werden, bis eine angenehme Länge für die eigene Körpergröße gefunden wurde. Im Alltag kommt es öfter vor, dass man in engen Passagen und Ecken noch agil bleiben muss, hier hat die kurze Grundlänge den Vorteil, dass man nicht an den Wänden hängen bleibt. Ein beliebtes Beispiel das Saugen unter dem Bett, wenn links und rechts die Wände eng stehen. Kürzeste Teleskopstablänge eingestellt und es kann fröhlich gesaugt werden.

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Der Hauptdarsteller, der die Arbeit letztlich richten muss ist die Bodendüse. Hier kommt die Airteq Düse zum Einsatz, an der, wie ich finde, zu harsche Kritik geäußert wird (dazu gleich mehr). An der Düse kann man zwischen Flach- und Polsterböden umschalten. Wichtig: unten für Polsterböden und oben für Hartböden (siehe Bild). Kommen wir nun zu der Beanstandung, über die man im Netz sehr oft liest: Die Höhe der Bodendüse und die zwei großen Rollen. In vielen Rezensionen wird beschrieben, dass man mit der Düse nicht unter das Sofa kommt und das ist auch völlig richtig. Die Airteq Bodendüse wurde auch nicht für diese Art der Arbeit konzipiert, denn schließlich bietet Miele auch weitere Bodendüse im Zubehör an. Hier liest man oft von der Miele SBD 285-3. Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen, denn auch der eben genannten Bodendüse kann man vorwerfen, dass sie z.B. nicht unter flache Sofas kommt. Außerdem wird beanstandet, dass sie die Airteq Düse bei der Miele S8340 sehr oft anhebt, wenn man flach und tief (z.B. unter Schränken) saugen muss. Auch diese Kritik konnte ich in der Praxis nicht reproduzieren und ist für mich somit hinfällig. Es wird auch teils berichtet, dass die großen Rollen quietschen und ratschen. Dieses Problem hat sich bei meinem Gerät innerhalb der ersten 8-10 Saugvorgänge erledigt und war verschwunden – die Rollen müssen sich vielleicht erst einmal einrollen, dieses Phänomen kommt ja relativ häufig bei sich drehenden bzw. dämpfenden Bauteilen zum Vorschein.

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Wenn wir uns die Rückseite des Staubsaugers anschauen, fallen einem die drei kleinen Rollen auf, die alle frei beweglich sind. Der Vorteil bei der Handhabung ist, dass der Miele nicht starr wie auf einer Schiene mitfährt, sondern geschmeidig die Kurven in der Wohnung um die Türen nimmt. Damit soll verhindert werden, dass der Staubsauger sich ständige an Türkanten verhakt – in der Praxis haben sich die Rollen als sehr gut erwiesen und sind sehr stabil integriert.

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Bleiben wir am Korpus. Natürlich muss der gesamte Bedienteil nach der Benutzung irgendwo aufgehängt / gelagert werden. Hier bietet der Miele gleich drei Möglichkeiten das Problem zu lösen: Links, Rechts (stehend) und klassisch in der Mitte (liegend).

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Verarbeitung

Das Gehäuse des Miele S8340 ist nicht ganz so hochwertig verarbeitet wie die S5er Serie. Hier hat man sich wohl mieleuntypisch dafür entschieden diesen Sauger auch mal im Dauertiefpreissegment anzubieten. Die Einsparung merkt man z.B. an der Öffnungsklappe für das Zubehör, die relativ dünn ausgefallen ist, aber trotzdem nicht während des Betriebes klappert. Ein großes Plus ist sicherlich die umlaufende Möbelschutzleiste aus weichem Gummi. Diese wurde dahingehend verbessert, dass sie etwas weiter raussteht und mehr schützt.

Geräuschentwicklung

Dieses Thema ist nur sehr schwer im Text zu beschreiben, aus diesem Grund habe ich ein sehr kurzes Video aufgenommen, um die Geräuschkulisse der einzelnen Leistungsstufen zu verdeutlichen.

Saugleistung

Typisch für die Ecoline-Modelle ist, dass sie schon in den unteren bis mittleren Stufen so saugstark sind, dass man sie kaum auf Maximum stellen muss, was auch zur Geräuschreduzierung beiträgt. Dass dies bei nur 1200 Watt Leistgungsaufnahme (S5 Ecoline hatte 1300 Watt) möglich ist, liegt an der guten Energieeffizienz, die eben einerseits Strom spart, andererseits aber auch eine Leistung bringt, die andere Staubsauger nicht ganz so gut aussehen lässt.

Zubehör

Beim Zubehör hat es Miele meiner Meinung nach sehr gut gelöst. Mitgeliefert werden drei unterschiedliche Düsen, die voll in den Staubsaugerkorpus integriert sind.

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Äußerst gelungen finde ich die rechte Düse auf dem Bild, den so genannten Saugpinsel. Hat man den Boden in der Wohnung gesaugt, kann man den Pinsel per Klickverbindung anstecken und die empfindlichen Oberflächen ohne Angst vor bösen Kratzern saugen. Mit der Polsterdüse hat man eine sehr elegante Option, um zum Beispiel das geliebte Sofa vom Staub zu befreien. Das gesamte Zubehör ist schön aufgeräumt und man hat alles direkt griffbereit.

Fazit

Auf den ersten Blick ähnelt der Miele S8340 dem S5 – abgesehen von der Farbe – doch sehr. Beim Betrachten der Details wird deutlich, dass seitens Miele Kritik angenommen und viele sinnvolle Verbesserungen verwirklicht wurden, auch wenn Abstriche bei der Gehäusesolidität zugunsten des Preises gemacht wurden. Am Ende hat man mit dem S8340 ein ziemlich durchdachtes Staubsaugermodell vorliegen, mit dem man mehrere Jahre eine saubere Wohnung haben wird.

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Siehe auch

Cooler Master Masterbox 5 im Test

Vorwort An erster Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Cooler Master in Berlin bedanken, …

One comment

  1. Ich finde den Testbericht interessant. Danke für ausführliche Beschreibung!

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