Lucy – Kritik





Luc Besson hat scheinbar wieder Bock auf den Regiestuhl bekommen. Eigentlich eine feine Sache, war er doch bis zum Ende der 90er einer der wenigen europäischen Genreregisseure, die mit Blick auf den überregionalen, großen Mainstream oft viel Freude bereitet haben, siehe Léon – Der Profi oder Nikita. Dann kam die Jahrtausendwende, er wurde zum eifrigen Produzenten von meist stumpfer Action- und Klamaukware wie „The Transporter“, „96 Hours“ oder zuletzt „Brick Mansions“, wagte sich nur noch selten direkt an die Front der tiefsinnigen Filme. 2014 beweist er leider schon das zweite Mal…hätte er es doch bleiben lassen. Noch viel verwunderlicher, dass sich mit Scarlett Johansson, Morgan Freeman und Min-sik Choi gleich drei große (und gute) Namen in diesen doch sehr langweilig anmutenden Film wiederfinden. Bei Opa Freeman kann ich das noch verstehen, wenn man mit 80 noch versucht seine Rentenkasse aufzustocken, aber die anderen hätten es meiner Meinung nicht nötig gehabt. Der Film beginnt zwar recht interessant, fällt aber langsam und stetig bis zum extrem über-stilisierten und logikfreien Ende total flach ab und lässt den Zuschauer mit einem Informations-Overflow zurück. Leider fehlen dem Film gefühlte 50 Minuten, um die Story, aus der man hätte so extrem viel rausholen können, tiefgründig zu erzählen und letztlich kann ich den Film doch nur als einen 0815-Action betiteln, der von der fehlenden Logik so krass abgefahren ist, dass er wieder bisschen interessant wirkt. Verrückte Welt!

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Bewertung

Kurz, zu schnell und am Ende lächerlich durchgedreht. Wer einfache Action mit Unterhaltung, bisschen Witz und coolen Charakteren sucht, geht nicht in Lucy. Punkt.

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