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log in: ,,Ballern, zocken, blechen: Sind Games wirklich nur ein Spiel“ Kommentar

Auf ZDFinfo wurde am 14. Mai die Sendung log in mit dem Thema „Ballern, zocken, blechen: Sind Games wirklich nur ein Spiel?“ ausgestrahlt und ich möchte meinen Kommentar an dieser Stelle an die Sendung anlehnen.

Direkt zum Anfang möchte ich sagen, dass ich Sabine Schiffer, die Computerspielgegnerin, nicht so richtig ernst nehmen kann, denn sie hat den Titel „Medienpädagogin“ und diskutiert bei einem Thema mit, bei der sie keinerlei Tuchfühlung eingegangen ist. Ich möchte damit keinesfalls sagen, dass ein Drogenbeauftragter jahrelang gekifft oder sich auf eine Diskussion vorbereiten muss, in dem er zwei oder drei Spritzen Kokain injiziert, aber bei Spielen besteht dieses hohe Gefahrenpotential ja nicht. Mag für einige hart klingen, aber ich vertrete schon immer die Meinung, dass, wenn man über ein Thema ernsthaft diskutieren möchte, man es selber wenigstens mal aktiv probiert und selber erlebt haben muss. Gerade bei so einem hochkomplexen Thema wie den Videospielen reicht es eben nicht aus, Youtube-Videos von Gruselspielen zu schauen und sich darüber ein Urteil zu bilden – Zuschauen und selber spielen sind halt zwei Paar Schuhe und nicht miteinander vergleichbar.

Ist es nicht wie immer: Die Dosis macht das Gift?

Die ganze Diskussion über „Ballerspiele“ oder „Killerspiele“, nennt sie wie ihr wollt, ist mittlerweile wirklich langsam ermüdend.
Natürlich gibt es Leute die kein Maß kennen und dann nach übermäßigem Konsum von Computerspielen “komisch” werden. Das gibt es aber auch bei TV, Serien, Filmen, Smartphones, Büchern, Briefmarkensammlern, Tänzern, Musik und auch sonst überall.
Leute, die schon vorher einen “Knacks” hatten, weil sie entweder nicht richtig erzogen wurden oder einfach nur sehr anfällig für Suchterkrankungen oder ähnliches sind, können bei jeder Art von Medienkonsum Probleme bekommen. Mal wieder eine Medienart herauspicken und die an den Pranger stellen ist da nicht die Lösung.
Ich spiele jetzt seit ca. 15 Jahren Computerspiele, habe ein gesundes Sozialleben, eine tolle Familienbindung, eine wundervolle Freundin und bin nicht der Meinung, dass ich bald amok laufe. Mittlerweile sehe ich Computerspiele als Ausgleich und Entspannung an. Beurteilen können das nur Leute, die ebenfalls ihre Erfahrungen mit diesen Medien gesammelt haben.

Mich würde mal interessieren, wie viele Schäden an der Gesellschaft durch das Vormittags – und Nachmittagsprogramm von einigen TV Sendern entstanden sind…

Hier könnt ihr die Sendung in voller Länge anschauen!

Von simplify

Geboren und aufgewachsen in Ludwigsburg. Diplom im Fahrzeug- und Motorentechnik. Leidenschaftlicher Multimedia-Liebhaber. Gaming, Filme, Serien, Sport, Modellhubschrauber, Musik zählen zu meinen Top-Hobbies! Verrückt und ausgefallen bin ich auch noch :)

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