Die Monster Uni – Kritik

Bei „Die Monster Uni“ nimmt das kleine flauschige Monster Mike Glotzkowski zusammen mit James P. „Sulley“ Sullivan die Hauptrolle in dem Film ein. Der Name verrät es eigentlich schon, denn hier handelt es sich um die Wiederbelebung von 2001, das Jahr, an dem für die damalige Zeit ein (fast) perfekter Animationsfilm „Die Monster AG“ in den Kinosälen Einzug hielt. Der heutige Regisseur Dan Scanlon hatte also schon eine relativ hohe Messlatte vor sich und hat sich bewusst dieser Aufgabe angenommen. Ob „Die Monster Uni“ in den großen Fußstapfen des Vorgängers als Prequel mithalten kann, klären wir in dieser Kritik.

Als erstes muss man vor der technischen Umsetzung den Hut ziehen, denn die Animationen sehen schlichtweg perfekt aus. Wenn man ganz genau hinschaut, erkennt man, dass das gesamte Fell / die Haare der Monster animiert sind – wortwörtlich ganz großes Kino! Ohne die Story groß zu spoilern, darf man verraten, dass ein unscheinbares Monster Namens Mike Glotzkowski ein richtiger Schrecker werden und am liebsten Schreckologie an der Monster Uni studieren möchte. Das weiß er spätestens nach den Schreckenstagen aus „Die Monster AG“. Die Stars der Schreckerszene sind unheimliche Monster, die sich in Kinderzimmer schleichen und kleinen Mädchen und Jungs das fürchten lehren. Die damit verbundenen Schreie sind nämlich wichtig, um Monstropolis mit genug Energie zu versorgen.

An der Monster Uni lernt er auch James P. Sullivan kennen und sieht in ihm anfangs einen unangenehmen Konkurrenten. Beide scheitern jedoch an der (nicht ganz plausiblen) ersten Aufnahmeprüfung der Dekanin Hardscrabble und müssen über ein Hintertürchen in Form einer Wette und eines Wettbewerbs beweisen, dass sie doch das Zeug zu richtigen Schreckern haben. Mike gründet aus diesem Grund eine kleine Studentenvereinigung „Omega-Kreischma“ mit seinen weiteren vier Nerd-Mitgliedern und nimmt an dem Schreckenwettbewerb teil. Von den Farben in „Die Monster Uni“ findet man alles von A-Z. Die prallen Farben des Farbspektrums für Kaugummi, Bauklötze und sonstiges Kleinkinderspielzeug werden genutzt, tricktechnisch ausgereifter kommen die vielfältig gearteten und gezeichneten Monstergestalten und ihre Umgebung daher. Vom Slapstick und der Gagfülle kommt der Film jedoch leider nicht an „Die Monster AG“ ran. Der Film konzentriert sich im Kern dann zu sehr auf den Schreckwettbewerb und bleibt dabei auch etwas seelenlos. Das bleibt darin begründet, dass dieser Wettbewerb relativ schnell in wenigen Film-Minuten erzählt wird und das wirkt ein wenig zu hastig. Trotzdem muss man dem Film honorieren, dass während dem Schreckerstudium und Schreckwettbewerb Themen wie der Unterschied zwischen Theorie und Praxis, Hoffnungen mit Scheitern und Erfolg, Wünsche und die einfache Selbstfindung bunt verpackt sehr gut auf jung und alt transportiert werden.

Bewertung

Die Monster Uni zeigt einen unterhaltsamen Pixar-Film mit vielen tollen Farben und ausgezeichneten Animationen, bleibt aber von der Umsetzung etwas hinter der Monster AG zurück. Der Schwerpunkt des Films wird zu schnell abgehandelt und das Ende bleibt stets absehbar.

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