Cooler Master Masterbox 5 im Test

Vorwort

An erster Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Cooler Master in Berlin bedanken, denn sie haben mir diesen Test der Masterbox 5 erst ermöglicht. Sehr löblich fand ich, wie schnell Cooler Master meine Anfrage verarbeitet und mir das Paket zugeschickt hat. Da können sich andere Hersteller, die ebenso viel Wert auf Kundenmeinungen legen (schließlich bin auch ich nur Endkunde), eine Scheibe abschneiden.

 

Spezifikationen

  • extern: N/A
  • intern: 2x 2.5″/3.5″ (Festplattenkäfig), 1x 2.5″
  • Front I/O: 2x USB 3.0, 1x Kopfhörer, 1x Mikrofon
  • PCI-Steckplätze: 7
  • Lüfter (vorne): 1x 120mm, 2x 140mm (optional)
  • Lüfter (hinten): 1x 120mm
  • Lüfter (links, rechts, oben, unten): –
  • Mainboard: bis ATX
  • Netzteil: ATX
  • Netzteilposition: unten
  • CPU-Kühler: bis max. 167mm Höhe
  • Grafikkarten: bis max. 410mm
  • Farbe: weiß, innen weiß
  • Abmessungen (BxHxT): 220x475x500mm
  • Gewicht: 7.40kg
  • Besonderheiten: Kabelmanagement, Staubfilter

Verpackung & Lieferumfang

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Lange Seite mit Specs
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Seitenansicht OVP

Ich habe mir die weiße Masterbox 5 zum Testen gewünscht und wenige Tage später klingelte der DHL-Mann mit dem großen Paket an der Tür. Ein Euro Trinkgeld für das Bringen und dann stand das Paket bei mir im Zimmer. Der äußere Karton zeigt bereits schon, um welches Gehäuse es sich hier handelt, außerdem findet wir auf der länglichen Seite die Spezifikationen der Masterbox 5. Ich persönlich bin ja Fan von solchen speziellen Umverpackungen, aber klar ist auch, dass sich nicht jeder so eine bedruckte Variante eines Kartons leisten kann oder will.

Beim Öffnen des Kartons habe ich mich wie ein 12-Jähriger Bub gefühlt, der sein Weihnachstgeschenk öffnen darf. Gefunden habe ich erst einmal zwei kleine Heftchen, eine Tüte mit Zubehörteilen und natürlich die Masterbox 5 selbst.

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Für Greenpeace-Aktivisten: Nein, das Zubehör liegt nicht auf einer Kuh, sondern auf meinem Teppich 🙂

Optik & Frontanschlüsse

Nachdem das Gehäuse von seinem Kleid entfernt ist, zeigt sich erst die edel anmutende Form der Masterbox 5. Die Lackierung ist in mattem weiß, die dunkle Vorderseite (Mirror-Front) lässt, wie das sehr große Seitensfenster einen Blick in das Innenleben. Es ist jedoch anzumerken, dass das Seitensfenster einer höhere Transparenz aufweist, im dunklen Raum sieht die Front tatsächlich aus wie ein Spiegel und die Elektronik im Gehäuse kann nur erahnt werden.

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Auf der Rückseite sehen wir den Slot für die Mainboard-Blende oben links, einen 120mm Lüfter und den Schacht für das Netzteil unten. Hier gibt es schon das erste Highlight an der Masterbox 5 – und zwar die praktische, ich nenne sie jetzt einfach, Staubschublade für das Netzteil. Wenn euer Netzeil Frischluft von unten ansaugt, ist es nicht zu verhindern, dass auch Staub mit aufgenommen wird. Durch die praktische Schublade könnt ihr nach gewisser Zeit die ungewollten Partikel ausklopfen und spart euch die Arbeit mit dem Staubsauger zu hantieren – sehr gelungenes Konzept in meinen Augen.

Wenn wir uns nun der Front widmen, sehen wir insgesamt vier Anschlussmöglichkeiten: 2x USB 3.0 und den Eingang für den Kopfhörer und das Mikrofon. Zusätzlich mittig angeordnet den Ein/Aus-Schalter und ganz rechts den kleinen Reset-Knopf, damit er wahrscheinlich nicht aus Versehen betätigt wird.

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Frontpanel

Die Mirror-Front sieht nicht nur hübsch aus, erfüllt zudem noch einen sehr praktischen Zweck. Sie kann mit nur einem Ruck entfernt werden, sodass man einen Blick in das Gehäuse erhaschen kann. Der funktionelle Vorteil bei der ganzen Sache besteht aber darin, dass man schnell die Lüfter säubern / austauschen kann, ohne das gesamte Gehäuse zu demontieren. Ich weiß nur, dass es bei meinem HAF 922 wesentlich komplizierter war an den Frontlüfter zu kommen. Also auch hier wieder ein Pluspunkt in Richtung Ergonomie.

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Leicht abnehmbare Mirror-Front mit 120mm Frontlüfter dahinter

Innenleben

Wenn wir uns das Gehäuse mal mit geöffnetem Seitenteil anschauen, fällt als erstes die Kunststoffabtrennung für das Netzteil auf. Unten rechts sieht man den 3,5″ Käfig, in der zwei Festplatten ihr zu Hause finden. Oben rechts ist der SSD-Adapter zu sehen. Dieser Adapter kann in fünf unterschiedlichen Positionen mittels einer einzigen Schraube angebracht werden.

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Wenn man vom Bild oben ausgeht, könnte man die SSD in einer der beiden Schrauben weiter runter setzen oder aber direkt auf den 3,5″ Käfig schrauben. Der Vorteil bei der letzten Positionierungsmöglichkeit: Die SSD wird durch den vorinstallierten 120mm mitgekühlt. Für ganz ausgefuchste gibt es zudem die Möglichkeit, die SSD hinter dem Mainboard-Tray anzubringen. Habe ich selber so noch nie gesehen, finde es aber sehr interessant (siehe Bild unten).

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Bleiben wir auf dieser Seite. Natürlich ist auch Kabelmanagement heutzutage ein wichtiges Thema und viel interessanter wird das ganze durch ein Sichtfenster, bei der man sehr viel von der verbauten Hardware sehen kann. Es soll so aufgeräumt wie möglich aussehen und unnötige Kabel werden dann modular vom Netzteil getrennt und wenn das nicht gegeben ist, versteckt man sie eben im Gehäuse. Die Masterbox 5 bietet dazu auf der rechten Seite ca. 3cm Platz für das Kabelmanagement.

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So ist es möglich sehr elegant die SATA und Netzteil-Kabel dahinter zu verstecken und trotzdem die Tür zu schließen.

Hardware-Einbau

Als ersten Schritt habe ich mich entschieden die Festplatten und die SSD einzubauen. Hier kann man nicht sehr viel falsch machen, deswegen überspringe ich diesen Punkt mit einem Bild in der finalen Version. Hier sehen wir, dass der SSD Adapter auf den 3,5″ Käfig platziert wurde, um vom Luftstrom des (mittlerweile mit einem Enermax TB Silence 120mm ersetzten) Lüfters zu profitieren. Kurze Anmerkung zu den Lüftern: Die vorinstallierten Lüfter sind erstaunlich leise und erzeugen einen guten Air-Flow im Gehäuse. Aber ich hatte in meinem alten Gehäuse die beiden Enermax TB Silence bereits drin und habe sie in die Masterbox 5 umgezogen – ist eine persönliche Präferenz, keine Abwertung gegen die Cooler Master Lüfter an dieser Stelle!

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Im nächsten Schritt habe ich das Netzteil eingebaut. Dazu wird die Kunststoffblende mit einer Schraube auf der Rückseite gelöst und das Netzteil fixiert.

Der Einbau lief völlig problemlos und binnen weniger Minuten war das Netzteil eingebaut. Die Idee, das Netzteil mit einer Kunststoffhaube vom Restsystem abzutrennen sehe ich persönlich als einen Vorteil. Die Wärme vom Netzteil kann gebündelt nach hinten ausgeblasen werden ohne das Gehäuseinnere unnötig aufzuheizen. Außerdem haben wir dadurch auch wieder optische Vorteile und können unbenutzte Kabel darunter verstecken.

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Im letzten Schritt wollte ich das Mainboard einbauen und hier gab es ein paar Komplikationen, aber der Reihe nach. Für die Befestigung des Mainboards sind die oben abgebildeten Abstandsschrauben mit Gewinde vorgesehen. Beim Einbau eines ATX-Mainboards benötigt man insgesamt sechs von diesen Schrauben und wo die Schraube hinkommt, ist auf dem Mainboard-Tray eingestanzt.

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Ich habe oben auf dem Bild die markante Stelle markiert, bei der ich große Schwierigkeiten mit dem Einschrauben hatte. Hier empfehle ich euch auf jeden Fall eine 5mm Nuss mit Innensechskant auf eine Ratsche zu stecken und damit die Schraube zu drehen.

img_20160922_145728 img_20160922_150705Mit ein bisschen liebevoller Gewalt habe ich die Schraube dann doch reinbekommen und konnte das Mainboard darauf platzieren.

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Nach dem Einbau des Mainboards musste ich die benötigten Stromstecker anbringen. Das 24pol Anschlusskabel liegt vor dem CPU-Kühler frei und konnte kinderleicht angeschlossen werden. Problematisch war jedoch mein Unterfangen, das 8pol Kabel für die CPU auf der anderen Seite zu führen, wo wir uns vorhin den Platz für das Kabelmanagement angeschaut haben (siehe Bild zur Erklärung).

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Auf dem Bild sehen wir oben den bereits angeschlossenen Zustand des Kabels, aber es war eine ganz schöne Frickelarbeit, um es so zurechtzubiegen und anzuschließen. Man muss aber auch dazu sagen, dass man dieses Kabel auch ganz einfach vorne verlegen und anschließen kann. Dann dürfte es auch ohne Schnittwunden am CPU-Kühler gehen. Macht nichts, wofür habe ich mir sonst die Eiskönigin-Pflaster gekauft 🙂

Der Rest ist jetzt mehr oder minder Routine beim PC-Zusammenbau: Grafikkarte, Soundkarte und Sonstiges rein, Kabel anschließen und Deckel zu. Auch hier hatte ich zu keinem Zeitpunkt mit Platzproblemen im Gehäuse zu kämpfen.

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Zum Schluss noch das obligatorische Gesamtbild nach dem Einbau. Alles in allem bin ich mit dem Hardwareeinbau (bis auf das kleine malheur mit der Mainboardschraube) doch sehr zufrieden und ich finde, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann.

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Gesamtbild nach Hardware-Einbau
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Genügend Abstand zum Ansaugen von Frischluft für das Netzteil

 

Wo ist eigentlich der 5,25″ Käfig?

Ihr habt schon richtig gesehen, bei der Masterbox 5 gibt es (aktuell!) noch keine Möglichkeit, 5,25% Laufwerke einzubauen. Mir wurde jedoch von Cooler Master versichert, dass in absehbarer Zeit was angeboten wird, die Aussparungen sind ja jetzt schon zu erkennen.

Fazit & Kritik

Für knapp 60€ bekommt man mit der Masterbox 5 ein sehr solides und ausgesprochen dezent aussehendes Gehäuse ohne viel Schnick-Schnack. Für wen ist also dieses Gehäuse primär geeignet? Nach meinen ersten Erfahrungen würde ich sagen für Leute, die ein gut durchdachtes, simples und günstiges Gehäuse suchen, aber keine Festplattenfarm und sonstige Laufwerke betreiben. Für die kompakte Bauform im Gegensatz zu meinem ausladenden HAF 922 bietet die Masterbox 5 genügend Platz, um die gesamte Hardware unterzubringen. Am Ende möchte ich eine Kaufempfehlung für die Masterbox 5 von Cooler Master aussprechen, da sie in diesem Preissegment einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat und ein gutes Preis/Leistungsverhältnis bietet.

Siehe auch

Miele S8340 EcoLine Staubsauger im Test

Vorworte Wir leben heute im Jahr 2016 und die Technik hat natürlich auch keinen Halt …

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