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Cassiopeia – Der Brunch im Test

Ich hatte in einem früheren Beitrag bereits erwähnt, dass ich den Brunch im Cassiopeia noch selber testen möchte und jetzt löse ich mein Versprechen bei Euch ein, denn am 24. Oktober habe ich meine Freundin und einen Kumpel zum Samstagsbrunch eingeladen und welchen Gaumen-Eindruck wir am Ende hatten, möchte ich in diesem Artikel versuchen an Euch rüber zu bringen. Es sei noch erwähnt, dass ich am Ende mein persönliches Fazit zum Brunch aufschgeschrieben habe – ich möchte nur darauf hinweisen, da Geschmäcker unterschiedlich sind und es jeder individuell anders auffassen kann und nicht meiner Meinung sein muss.

Als erstes aber die Key-Facts zum Brunch, entnommen von der offiziellen Homepage:

Wann?

Samstag 10-14 Uhr

Preis?

18,40 € für Erwachsene, 11€ für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren

Was kann ich essen?

  • Rühreier
  • Knuspriger Bacon
  • Wurst- & Käseaufschnitt
  • Tomate & Mozzarella mit hausgem. Pesto
  • Räucherlachs mit Sahnemeerrettich
  • Hausgemachtes Antipasti-Gemüse
  • Weißwürste mit süßem Senf
  • Ein oder zwei Hauptgerichte
  • Salatauswahl
  • Honig, Marmelade, Nuss-Nougat-Aufstrich, Erdnussbutter, Butter
  • Müsli, Cornflakes, Cerealien
  • Joghurt
  • Apfelmus
  • Hausgemachtes Bircher Müsli
  • Kuchen
  • Frisches Obst
  • Waffeln zum selber Backen
  • Verschiedene Brötchen (auch Laugenbrötchen)
  • Frisch gebackene Croissants

Um 10:30 Uhr haben wir das Cassiopeia betreten und als erstes aufgefallen ist uns, dass relativ wenig Besucher da waren, was wir als positiv empfanden. Das Buffet war bereits angerichtet und wir suchten uns einen gemütlichen Platz. Von unserem Sitzplatz hatten wir einen schönen Blick auf das Buffet und so schoss ich direkt das erste Bild.
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Auf die Teller, fertig, los! Den Anfang machte ein leckeres Croissant und ein frisches Körnerbrötchen. Dazu gab es Pflaumenmarmelade und die Nuss-Nougat-Creme mit Butter. Am ersten Gang hatte ich überhaupt nichts auszusetzen, die Marmelade war schön intensiv und bestand nicht nur aus purem Zucker (was leider oft der Fall ist), die Teigwaren schön cross und die Nougat-Creme war mal was anderes als immer nur die 0185-Nutella. Mir ist aufgefallen, dass die Produkte sehr einladend angerichtet waren und außerdem was alles sehr sauber und die Bedienung stets bemüht, fehlende Lebensmittel nachzureichen.
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Ich möchte schon an dieser Stelle zu meinem absoluten Highlight des Brunchs kommen und dieser nennt sich „Bircher Müsli“. Unten auf dem Bild sieht man klar, dass ich anfangs mit der ersten Portion ziemlich vorsichtig zu Gange war, da ich, von den in Restaurants erhältlichen Bircher Müslis, durch die Bank enttäuscht worden bin. Das erste hervorragend schmeckende Bircher Müsli sollte also heute seine Premiere feiern und holla die Waldfee, das war vielleicht ein Gaumenschmaus! Ich habe leider vergessen nach den Zutaten zu fragen, aber die Creme hat so wahnsinnig voll geschmeckt, als hätte man schön fettige Milch mit Sahne gerührt und lange einziehen lassen (1-2 Tage). Die Haferflocken haben alles gründlich aufgesaugt man hatte einen außerordentlich guten Mix zwischen weiß und hart zwischen den Zähnen. Sehr begrüßt habe ich, dass auch die Masse nicht überzuckert war – super abgeschmeckt und alle beide Daumen hoch. Es folgte natürlich eine zweite, deutlicher vollere, Schüssel 🙂
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Für alle, denen der Bircher Müsli nicht geschmeckt hat (ihr solltet Eure Geschmacksrezeptoren beim Arzt vorstellen!) gabs zusätzlich eine breite Auswahl ein Haferflochen, Crunch, Müslimischung, Sonnenblumenkerne, usw. So konnte man sich sein ganz individuelles Müsli zusammenstellen und genießen.
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Fast hätte ich es vergessen! Cassiopeia hat die Fleischfresser selbstverständlich nicht vergessen und so gab es etwas weiter links eine Auswahl an Aufschnitten, Lachs, Käse und Tomate & Mozarella. Man könnte anhand des Bilds meinen, dass die Tomate-Mozarella wohl unberührt geblieben ist, aber das täuscht gewaltig. Das Dressing, die Mozarella und vor allem die Tomaten waren so aromatisch, hat einfach alles sehr schön zusammen gepasst – das müsst ihr unbedingt auf Euren Teller mitnehmen. In der Wärmebox wartete das für mich zweite Highlight (wovon ich leider kein Bild gemacht habe), und zwar das Rührei mit dem Speck. Um es ganz einfach zu machen: Das Rührei war einfach nur geil, anders kann ich es nicht sagen. Fluffig, gut gewürzt und natürlich mit Bio-Eiern!
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Nach dem Frühstück haben wir was getrunken und uns bisschen über das Buffet unterhalten. Später wurden dann die Mittagsspeisen in den Boxen vorbereitet. Es gab zwei Gerichte zur Auswahl:
Veganes Gemüsecurry und Käs’spätzle mit Zwiebeln. Ich muss an dieser Stelle vielleicht erwähnen, dass ich eigentlich überhaupt kein Freund vom veganen Trend bin, der aktuell durch und durch in der Gesellschaft gehyped wird, aber das vegane Currygemüse hat es wirklich in sich gehabt, da ziehe sogar ich meinen Hut. Die Kombination aus leicht süß, leicht scharf, dem milden Curry und jetzt kommts, dem KÜRBIS im Gemüsemix erzeugen einen Geschmacksorgasmus, der seines Gleichen sucht. Ich habe in meiner Vergangenheit schon sehr oft Gemüsecurrys gegessen oder selber zubereitet, aber die vegane Version hat mir gezeigt, dass es ebenbürtig oder sogar noch besser geht. Der Kürbis im Gemüsecurry hat sich bei mir tief eingeprägt und wird auf jeden Fall zu Hause nachgekocht – riesen Lob an die Küche (dazu aber auch später mehr). Die kleine Portion Spätzle waren geschmacklich erste Sahne, denn ich habe selten so saftige Käsespätzle gegessen. Vielleicht war ich zu diesem Zeit einfach ein bisschen zu voll, aber für mich hätten sie auch etwas weniger fettig sein können – Geschmackssache eben. Kommen wir zum Schluss noch zu einer netten Idee mit der Waffeleisenstation, bei der man selber seine Waffel machen konnte. Ich meine, dass es ein anderer Waffelteig war, den man üblicherweise in den Internet-Rezepten findet. Wir drei waren uns aber in einem Punkt einig: Diese Waffel schmecken unheimlich gut und so hat jeder mindestens zwei große Waffeln verputzt, wahlweise mit Puderzucker und / oder Apfelmus.
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Mein persönliches Fazit vom Cassiopeia Brunch

Der Brunch im Cassiopeia ist in Stuttgart ist mit seinen 18,40€ sicher eines der höherpreisigeren Frühstücks-Mittagstisch-Kombis, aber es muss auch gesagt werden, dass alles Bio zertifiziert ist und somit schon der Grundpreis höher liegt als bei den nicht-Bio-Lebensmitteln. Doch rechtfertigt der hohe Preis auch den Geschmack. Ich meine ja, denn es hat alle ausnahmslos gut bis sehr gut geschmeckt. Der einzige Kritikpunkt, den ich dem Cassiopeia an dieser Stelle doch mitgeben muss, ist, dass man hätte vielleicht ein Heißgetränk oder den Orangensaft in den Preis hätte mit inkludieren können. Ansonsten kann ich den Brunch am Samstag aber bedingungslos empfehlen und ihr werdet glücklich und gesättigt das Lokal verlassen!
An die Küche / An den Koch: Vielen Dank für die tollen Gerichte und deren Zubereitung. Außerdem ein Dank für das kurze Gespräch am Tisch! Es war ein sehr schöner Samstag bei Euch!

Siehe auch

Was ist eigentlich die Degustabox?

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