Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt – Kritik





Wie schreibt man eine Kritik zu einem unsterblichen Klassiker? Es ist nicht ganz einfach und deshalb werde ich versuchen, diese Kritik möglichst objektiv zu verfassen, um die Nicht-Alien-Kenner besser an den Film heranzuführen.

Das erste, womit man in „Alien“ konfrontiert wird sind klaustrophobische Ganggeflechte aus kaltem Metall. Außerdem vorhanden: flackernde Lichter, schweißgebadete Gesichter, ein blinkender und piepsender Super-Boardcomputer mit eigenem Gehirn(?). Diese Szenen gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit, nebeligen Räumen, mechanischem Summen und grellen Schreien stimmen die Zuschauer bereits nach wenigen Minuten darauf ein, was noch folgen wird. Ätzende Säuren, Zerfleischung, Emanzipation im Weltall, gigantische Raumschiffe, aseptische Behandlungsräume oder einfach  – ein dreckiger Alptraum. Auch nach über dreißig Jahren wirkt „Alien“ so zeitlos und beeindruckt durch seine authentische Atmosphäre. Ridley Scott, der Regisseur, hatte damals im Jahre 1979 kein großes Budget für den Film und hat aus den geringen Mitteln ein wahres Horror-SciFi-Meisterwerk gezaubert. Dabei merkt man dem Film die Ernsthaftigkeit in jeder Situation an, verzichtet er doch auf fröhlich bunte Weltraum-Unterhaltung, coole Sprüche und Testosteron und Anabolika geladene Männer. Stattdessen nur sorgenvolle und angstdurchflößte Gesichter und eine kernige Sigourney Weaver, die es faustdick hinter den Ohren hat. Der Film zeigt das pure Überleben in einer schier ausweglosen Situation gegen ein unbezwingbares Monster. Das Alien wirkt während dabei als ständige und unberechenbare Bedrohung im Hintergrund, die Spannung stellt den Zuschauer in vielen Szenen auf eine harte Probe. So wartet man schon förmlich darauf, als ein Besatzungsmitglied nach der entflohenen Katze ausschau hält und durch die dunklen Gänge schlendert, dass das schleimtriefende Viech auftaucht und seine Zähne in den Brustkorb rammt.

„Alien“ wird öfter vorgeworfen, u.a. das „Fremde“ im übertragenen Sinn durch und durch als etwas „Böses“ zu stilisieren, wobei ich dem nicht zustimmen kann. Dabei steht der Film in einer wesentlich längeren Tradition und operiert mit Ängsten, sei es in außerirdischen oder irdischen Erscheinungsformen. Das findet sich auch im Tod der sechs von sieben Crewmitgliedern, welcher einer sehr irdischen Verantwortung liegt. Das Alien stellt die modifizierte Angst vor dem Unbekannten dar, welche sich auch durch die gesellschaftliche Entwicklung begründet. Wenn uns etwas auffällig vorkommt, wir aber die Quelle nicht erforschen können oder kennen, wirkt es als Bedrohung und es werden Ängste geschnürt.

Review Overview

Bewertung

Eine exzellente Besetzung und die perfekte Inszenierung von dem Alien machen "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" zu einem wahren Horror-SciFi-Wunder, der auch nach mehreren Jahre aufs neue fesselt und mitreißt!

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